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Schönbichlerhorn, der mystische Berg am Berliner Höhenweg

Jedes Jahr nehmen wir uns einen Dreitausender vor, meine Schwester und ich. Letzten August erklommen wir das Schönbichlerhorn, wohl einer der schönsten Aussichtsberge der Zillertaler Alpen. 3.134 Meter hoch und direkt am Berliner Höhenweg, es war einfach herrlich!



Aufstieg im Morgengrauen

Woher der Name „Morgengrauen“ kommt, ist mir schleierhaft, denn es war alles andere als grau. Um 5 Uhr verließen wir unser Basislager, die Grawandhütte im Zemmgrund. Der Aufstieg durch die Klamm zur Waxeggalm war als Warm up ideal. Über den beschilderten Weg folgen wir in Richtung Gipfel und beobachteten dabei ein himmlisches Farbspiel. Von dunkelblau über violett bis orange färbte sich der Himmel über uns. Die Bergketten schimmerten in Brauntönen, die Silhouette wurde sichtbar. Wir waren bereits auf ca. 2.500 Meter, als die ersten Sonnenstrahlen über den Bergkamm blickten und uns die Schönheit der Natur richtig bewusst wurde.

Frühstück in der Wildnis

Wir beobachteten den Sonnenaufgang und waren bereits 2 Stunden marschiert, da überkam uns das Hungergefühl. In der Sonne auf einem warmen Stein nahmen wir Platz und packten unsere Rucksäcke aus. Brötchen, Manner-Schnitten und Quellwasser – das beste Frühstück, das man sich wünschen kann. Kein Stress, wir verweilen auf diesem feinen Plätzchen über eine Stunde und sonnten uns, beobachteten vorbeimarschierende Bergfexen und erfreuten uns des Lebens!


Gipfelsieg

Wir wollten nicht in der prallen Sonne zum Gipfel aufsteigen, also rissen wir uns los von unserem Frühstücksplatz und wanderten in Richtung Schönbichlerhorn. Der Aufstieg wurde felsiger, steiler, die Sonne glühte und die Anstrengung war uns anzumerken. Dennoch konnten wir die Natur nicht ausblenden und sahen faszinierende Fossilien, die einer Schlange ähnelten und die der Stein frei gegeben hat. Nach einer fix verseilten Passage erklommen wir erschöpft den Gipfel.

Erleichterung & Stolz

Die Anstrengungen haben sich gelohnt! Am Gipfel angekommen blickten wir in alle Himmelsrichtungen. Es tat sich ein Paradies auf, das man im Leben gesehen haben muss! Ein Meer voller Berge lag uns zu Füßen, der freie Blick auf den Hochfeiler (3.510 m), der höchste Berg in den Zillertaler Alpen, faszinierte uns und die umherspringenden Steinböcke tollten im felsigen Gelände des Großen Möselers. 

Abstieg zum Schlegeis

Nach einem halbstündigen Aufenthalt am Gipfel des Schönbichlerhorns stiegen wir ab zum Furtschaglhaus. Immer in der Sonne wandernd kamen wir schon ziemlich ermüdet am Furtschaglhaus an, wo uns Barbara und Hans, die Pächter, herzlich begrüßten. Wir stärkten uns mit einem ausgezeichneten Gulasch und genossen einen naturtrüben Zillertaler Radler. Mir brannten bereits die Beine, doch noch hieß es, keine Müdigkeit vortäuschen, denn der Abstieg vom Furtschaglhaus zum Schlegeis Stausee bedeutete nochmals eine zweistündige Wanderung.

Fazit
Fix und fertig kamen wir am Schlegeis Stausee an und ließen unsere müden Beine im kalten Wasser baumeln. Zusammenfassend kann gesagt werden, wer etwas Kondition hat, schwindelfrei ist, die Hitze nicht scheut und ausdauernd wandern kann, dem tut sich eine besondere Welt auf – die der Ruhe, der Naturschönheiten und des Kraft Tankens.



Quelle: www.mayrhofen.at/erlebnisse/aktivitaeten/wandern/artikel/schoenbichlerhorn-der-mystische-berg-am-berliner-hoehenweg/

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