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Der Zillertaler Ranzen – Handwerkskunst aus Tirol

Der Zillertaler Ranzen mit seiner aufwendigen Federkielstickerei gehört zur Zillertaler Tracht dazu. So begleitet ein Ranzen, der auf die jeweiligen Körpermaße des stolzen Trägers angepasst wird, das ganze Leben.



Wie diese Unikate hergestellt werden und was es mit dem streng gehüteten Betriebsgeheimnis der Federkielstickerei Stiegler auf sich hat erfahrt ihr hier.
 

Das Sticken mit Federkiel ist in Tirol seit dem 17. Jahrhundert bekannt – heutzutage jedoch fast vom "Aussterben bedroht"

Unweit von Mayrhofen-Hippach entfernt, in Stumm im Zillertal, betreibt Alexander Stiegler in sechster Generation die einzige Federkielstickerei im Zillertal. In ganz Österreich gibt es nur noch eine Handvoll Ranzensticker die diese Tätigkeit professionell ausführen. Da es dafür aber keinen Lehrberuf gibt – wird das Wissen darüber von Generation zu Generation weitergegeben.
 

Mit Liebe, Leidenschaft und viel Geduld zum fertigen Ranzen

Auch bei Familie Stiegler wird die Kunst des Federkielstickens so weitergegeben. So lernte Alexander sein Handwerk von seinem Vater. Neben dem Wissen ist aber auch eine Menge an Geduld gefragt. Denn besondere Anfertigungen nehmen manchmal unglaubliche 350 bis 450 Arbeitsstunden in Anspruch. Der Preis für solche Einzelstücke ist natürlich dementsprechend – aber Liebhaber geben dafür gerne einige Euro mehr aus.
 

Von Pfauenfedern und einem streng gehüteten Berufsgeheimnis

Bevor mit dem Besticken des Leders begonnen werden kann, bedarf es einiger Vorbereitung. So müssen zuerst die Federkiele, mit denen gestickt wird, vorbereitet werden. Dazu muss das Grüne der Pfauenfeder abgeschnitten werden. Der übriggebliebenen Kiel wird dann verschieden breit gespalten (=Federkiel) und damit gestickt. Das Schneiden der Kiele ist das Mühsamste der ganzen Arbeit und bedarf viel Übung. Wie das Messer dabei angesetzt wird ist aber ein streng gehütetes Geheimnis!!!
 

120 bis 130 Federkiele werden pro Ranzen "verstickt"

Nachdem die Federkiele fertig vorbereitet sind wird nun noch das gewünschte Motiv, das händisch gezeichnet wird,  mit Pauspapier auf das Leder übertragen. Dann geht’s ans Sticken! Mit der Ahle (= spezielles Werkzeug) wird ein Loch ins Leder gestochen und danach die Feder von hinten nach vorne durchgezogen.  Dieser Vorgang ist pro Lochung zwei Mal erforderlich. Das Ergebnis ist ein winziger Detailpunkt des Musters. Da ist es kein Wunder, dass die Fertigung eines Zillertaler Ranzen so viel Zeit in Anspruch nimmt!

 

 "Retter in der Not" – Reparatur alter Ranzen

Die Familie Stiegler fertigt aber nicht nur Ranzen. Es werden auch Glockenriemen für Almabtriebe, Jeansgürtel, Hand- und Geldtaschen, Hosenträger,… hergestellt. Und jedes dieser Stücke ist ein Meisterwerk für sich! Für alte, kaputte, abgenutzte,… Ranzen ist die Stummer Federkielstickerei die richtige Anlaufstelle. Also, falls auch du einen reparaturbedürftigen Ranzen herumliegen hast, dann nichts wie auf ins Zillertal zur Familie Stiegler. Die ist der "Retter in der Not" für schon ausgediente Ranzen.



Quelle: www.mayrhofen.at/erlebnisse/geschichten/tradition/der-zillertaler-ranzen-handwerkskunst-aus-tirol/

Kontakt & Ansprechpartner

6290 Mayrhofen
Österreich

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