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Eine Fahrt mit der Zillertalbahn

Tschuff, tschuff, tschuff… schon von weitem sind die unüberhörbaren Geräusche der alten Dame zu erkennen. Mit ein paar Minuten Verspätung trudelte die Dampflok dann endlich am Bahnhof von Hippach ein. Bewaffnet mit Block, Kuli und Fotoapparat stürzten wir, mein Praktikumskollege Marco und ich, uns in die Menge der begeisterten Fahrgäste.



Endlich, sie kommt.

Gespannt blickten wir in die Richtung, von der das unverwechselbare Pfeifen der Lok zu hören war. 

Am Bahnhof warteten wir, zusammen mit einigen Gästen auf die von Jenbach kommende Lokomotive. Endlich, mit geschätzten 10km/h  fuhr das Gespann ein. Faszinierte Mitfahrende winkten aus den im klassischen Stil früherer Zeiten gehaltenen Fenstern. Vorne beim dunkelschwarzen Führerhäuschen konnte man erkennen, dass die alte Dame schon einige Kilometer hinter sich hat. Wasser tropfte heraus und dunkelgrauer Rauch stieg in die Höhe. Kein Wunder auch, mit dem stolzen Alter von 117 Jahren noch so eine Strecke mit so einem Gewicht zurückzulegen, ist alles andere als ein Honiglecken. 

Holzklasse und das Klackern der Schienenstöße

Mit einem kräftigen Ruck öffneten wir die alte, schon in die Jahre gekommene Tür. Drinnen konnten wir zwischen dem lauten Rattern der Schienenstöße und dem Geplauder der vielen Passagiere, in der Ferne die Klänge einer Ziehharmonika erkennen. Gespannt schlängelten wir uns durch die Fahrgäste, die sich auf den alten Holzbänken vom Charme und der Liebe dieses Nostalgiedampfers bezaubern ließen. Zwischen zahlreich singenden, lachenden ja sogar tanzenden Menschen jeden Alters erkannten wir einen Musikanten. Gekonnt unterhielt er abwechselnd mit Flügelhorn und Ziehharmonika die Touristen aus nah und fern. 


Jeder für sich, ganz speziell.

Weiter geht‘s auf unserer Entdeckungstour durch die Waggone. Vorbei am eigens für Kinder eingerichteten Abteil, kamen wir dann zur  „Zillertaler Alpenstube“. Eine charmante Dame im Dirndl verwöhnte die Gäste mit kleinen heimischen Leckerbissen im Buffetwaggon. Durch die rostroten Türen kamen wir ins Freie, der Cabriowagen wartete auf uns. Mit dem Duft der Kohle und dem Fahrtwind in den Haaren knipsten wir schnell noch ein zwei Fotos. Kurz später hörten wir wieder das unverwechselbare Pfeifen und dann hieß es für die geschätzten 500 Passagiere, Marco und mich aussteigen. Mit lautem Schnaufen und Dampfen ratterten wir den wartenden Schaulustigen am Bahnhof von Mayrhofen entgegen. 


Noch ein letzter Rundgang.

Bei genauerem Betrachten fiel uns auf, dass auf jedem der 10 Waggone das Wappen einer anderen Gemeinde des Zillertals zu sehen ist. 

Die charmante alte Dame wurde für kurze Zeit von ihrem schweren Gespann befreit, aber nur bis zum Pfiff, der die Rückfahrt signalisierte.  Denn in wenigen Minuten wird die Lok wieder Richtung Jenbach rauschen. Zurück in Jenbach kann noch ein Andenken an dieses spezielle Fahrerlebnis erworben werden. Das Erlebnis ist einzigartig und nostalgisch und sollte unbedingt im Urlaubsprogramm mit aufgenommen werden!



Quelle: www.mayrhofen.at/erlebnisse/geschichten/weitere-geschichten/artikel/eine-fahrt-mit-der-zillertalbahn/

Kontakt & Ansprechpartner

6290 Mayrhofen
Österreich

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