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    Habeler

    Eine alpine Ikone wird 75!

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Peter Habeler - Eine alpine Ikone

Persönliches

  • geboren am 22. Juli 1942 in Mayrhofen
  • 2 Kinder
  • Buchautor und vielbeachteter Vortragsredner
  • 1999 wurde ihm wegen seiner herausragenden Leistungen von der österreichischen Bundesregierung der Berufstitel „Professor“ zugesprochen

Sportliche Erfolge

  • 1969 Yerupaja Grande (6.634 m), Peru: Erstdurchsteigung der Ostwand
  • 1974 Matterhorn-Nordwand in 4 Stunden (4.478 m)
  • 1974 Eiger-Nordwand in 10 Stunden – damals eine Rekordzeit
  • 1975 Hidden Peak (8.068 m), erste Besteigung eines Achttausenders im Alpinstil
  • 1978 Mount Everest (8.850 m), Nepal
  • 1985 Nanga Parbat (8.125 m), Kaschmir
  • 1986 Cho Oyu (8.188 m), Nepal
  • 1988 Kangchendzönga (8.586 m), Nepal

Was Peter Habeler als Lausbub in seiner Zillertaler Heimat gelernt hat, machte ihn zum Bezwinger des mächtigen Mount Everest. Es war 1952, als ein 10-jähriger Bub zu einer Bergtour aufbrach, die sein ganzes Leben verändern sollte. Nachdem er bereits "auf so manchem Gipfel des Zillertals herumgekraxelt" war, machte sich Peter Habeler aus dem Zillertal schließlich auf, auch den majestätischen Olperer zu bezwingen. Imposant thront der 3.476 m hohe Hauptgipfel des Tuxer Kammes über dem Tal, ein bisschen sieht er aus wie eine Pyramide. "Dieser Berg, der dieses Jahr das 150-Jahre-Jubiläum seiner Erstbesteigung feiert, war mein erstes großes Abenteuer", sagt Habeler, und für einen Moment reisen seine Gedanken zurück in die Vergangenheit. "Diese Besteigung ist ein Schlüsselerlebnis für mich", fährt er dann fort. "Es war der Olperer, der diese unbändige Leidenschaft fürs Bergsteigen in mir entfacht hat." Der Olperer war Habelers erster 3.000er – und viele weitere Berge und Gipfel sollten folgen. Immer etwas weiter ging es, immer ein Stückchen höher – mehr und mehr wurde Habeler in den Bann der Berge gezogen. Wenn andere bei ihren Spielsachen saßen, zog es ihn raus in die Natur – und rauf ins Gebirge.

Einen seiner besten Kameraden traf Habeler Anfang der Siebzigerjahre: Es war Reinhold Messner, mit dem er einige Jahre später gemeinsam Alpingeschichte schreiben sollte. "Als wir uns in den Dolomiten kennenlernten, habe ich schnell bemerkt: Der Bursche kann etwas." Die gleichen Ideen hätten sie gehabt und die gleichen Ziele. Als Zwei-Mann-Team haben sie dann viele Wände und Gipfel bestiegen, oft in Rekordzeit, mit leichtester Ausrüstung und geringstem technischen Aufwand. Dann schließlich, am 8. Mai 1978, legten die beiden mutigen Männer ihr Meisterstück hin: Als erste Menschen schafften sie es ohne Sauerstoffgeräte auf den 8.850 m hohen Mount Everest.

"Es war windig und nebelig, als wir gegen 13 Uhr da oben ankamen. Wir umarmten uns, heulten und lachten zugleich. Ohne Reinhold Messner hätte ich das niemals geschafft", sagt der Zillertaler. "Er hat mich motiviert, hat mir die Angst genommen. Auf ihn konnte ich mich zu 100 Prozent verlassen – wie auf die vielen anderen tollen Bergsteiger auch, mit denen ich unterwegs war."

2017 feiert unsere Alpin Ikone Peter Habeler seinen 75. Geburtstag! Zum Jubiläum verrät er uns das Geheimnis seiner Jugend:

Gernot Paesold: Servus, Peter. Wow, dein Händedruck ist mit deinen jungen Jahren noch immer sehr beeindruckend. Du feierst heuer deinen 75. Geburtstag – wie bleibt man so lange fit?

Peter Habeler: Das Zauberwort heißt Bewegung. Ich habe mich immer gerne bewegt, schon als kleiner Junge, vor allem natürlich in den Bergen. Ich hatte das Glück, in der wundervollen Zillertaler Natur aufzuwachsen, wo man so viel sieht und erlebt. Hier als Bergsteiger oder Wanderer unterwegs zu sein, das bereitet unbändige Freude.

Gernot: Ja, Bergsteigen bedeutet Emotion pur – und die Bewegung im Gebirge hält gesund…

Peter: Und wie, man bleibt fit und vital. Die Muskulatur wird trainiert, der Stoffwechsel angekurbelt. Wer auf eine Höhe zwischen 2.000 und 3.000 m aufsteigt, bei dem vermehren sich die roten Blutkörperchen. Muskeln und Organe werden besser durchblutet, und mehr Sauerstoff wird aufgenommen – da freut sich der ganze Körper.

Gernot: Und was geschieht dabei im Kopf?

Peter: Beim Bergsteigen setzt man einen Schritt vor den anderen, und dadurch konzentriert man sich auf die Bewegung. Man fokussiert das Ziel, was einerseits hilft, die Probleme aus dem Alltag auszublenden. Und andererseits lernt man, sich auf den Moment zu konzentrieren. Man beginnt, die Zeit bewusster zu leben, wird ruhiger und gelassener – was übrigens nicht nur fürs Bergsteigen oder Bergwandern gilt. sondern auch für Klettersteige.

Gernot: Erklärst du uns das bitte einmal genauer?

Peter: Klettersteig, das bedeutet gesichertes, vorsichtiges Klettern. Dabei trägt der Kletterer zwei Sicherungsgurte am Körper. Diese sind mit einem Stahlseil verbunden, das fest im Fels verankert ist. So gesichert können alle Wanderer an das Thema Bergsteigen und Klettern sehr gut herangeführt werden. Sogar Kinder haben die Möglichkeit, es auszuprobieren. Hier bei uns im Zillertal gibt es 14 tolle Klettersteige in allen Schwierigkeitsstufen, da kann sich wirklich jeder einen Schuss Lebenselixier holen. Denn das vorsichtige und konzentrierte Klettern hat dieselben positiven Auswirkungen auf Körper und Geist wie das Bergsteigen.

Gernot: Für jede sportliche Aktivität muss man natürlich erst einmal den inneren Schweinehund überwinden…

Peter: Richtig, und das ist oft gar nicht so einfach. Man muss aus der eigenen Komfortzone raus und den Körper fordern. Für einen gesunden Menschen beginnt der gesundheitliche Aspekt erst nach rund einer Stunde, und die muss man investieren. Bergsteigen ist ein bisschen wie das Leben, mal geht’s rauf, dann wieder runter. Doch wenn du oben angekommen bist, sei es eine Hütte, ein Joch oder ein Gipfel, und hinuntersiehst auf den zurückgelegten Weg, dann macht dich das stolz und bereitet dir ungeheure Freude an der Bewegung und große Zufriedenheit. Erfolg wird unmittelbar verspürt. Es ist ein Höhepunkt, geografisch wie emotional. Du bist müde, dein Körper hat sich verausgabt – aber du bist unendlich glücklich.

Gernot: Die Bewegung an der frischen Luft macht ja bekanntlich hungrig.

Peter (lacht): Mit Sicherheit. Nach so einer Anstrengung muss man die Energiespeicher aufladen. Aber dafür ist der Berg der ideale Platz: Du sitzt vor einer urigen Hütte, lässt dir eine zünftige Zillertaler Jause schmecken – mal ehrlich, da gibt’s doch nichts Schöneres. Die Atmosphäre ist locker, alle sind per du – und alle verbindet das gleiche wunderbare Gefühl: die Herausforderung gemeistert und das Ziel erreicht zu haben. Dieser gemeinsame Erfolg, dieses gemeinsame Gipfelerlebnis, so etwas bleibt in Erinnerung.

Gernot: Wie muss man sich fürs Bergsteigen vorbereiten?

Peter: Für jeden Berg auf der Welt braucht man ein gewisses Maß an körperlicher Fitness. Körper und Geist müssen auf die Aufgabe vorbereitet werden. Man muss seine Leistungsfähigkeit trainieren und man muss sich akklimatisieren, bevor es losgeht. Das gilt auch für die Berge hier bei uns. Wer im Zillertal auf einen 3.000er steigen möchte, sollte sich ein oder zwei Tage zuvor am Talboden zwischen 600 und 800 m eingewöhnen. Beim Bergsteigen geht es auch um Geduld. Und um ein Bewusstsein für die Realität, damit man die Erwartungen an sich selbst nicht zu hoch schraubt.

Peter Habeler
Peter Habeler am K2
Aufstieg auf den K2 an der Grenze von Pakistan und China
Peter Habeler in der Eiger Nordwand
Eiger-Nordwand
Peter Habeler mit Reinhold Messner am Everest
Peter Habeler und Reinhold Messner nach der Besteigung des Mount Everest
Peter Habeler
Peter Habeler
Peter Habeler mit 16 am Olperer
Peter Habeler als 16-jähriger am Olperer im Zillertal

150-Jahre Jubiläum Erstbesteigung Olperer

Am 10. September 2017 feiert der Olperer, ein auf 3.476m ragender pyramidenförmiger Gipfel mit wahrlich markantem Erscheinungsbild, 150 Jahre Erstbesteigung.

Unser Buchtipp: "Peter Habeler - Das Ziel ist der Gipfel" zum 75. Geburtstag von Peter Habeler erscheint die Bilanz eines außergewöhnlichen Bergsteigerlebens in erweiterter Neuauflage.

Peter Habeler
Peter Habeler
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