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Skifahren als Jungbrunnen

Zwei Skisportlegenden: Rosi Mittermaier gewann u.a. Goldmedaillen bei Olympia und den Gesamtweltcup, ihr Mann Christian Neureuther zahlreiche Weltcuprennen. Über das Ur-Gefühl des Skifahrens sprachen sie mit Gernot Paesold, Geschäftsführer der Zillertal Tourismus GmbH.

CHRISTIAN NEUREUTHER

Persönliches

  • geboren am 28. April 1949 in Garmisch-Partenkirchen
  • 1980 Hochzeit mit Rosi Mittermaier
  • zwei Kinder: Ameli (*1981) und Felix (*1984)

Sportliche Erfolge

  • 6x Weltcup-Sieger
  • 27 Podestplätze bei Weltcup-Rennen
Expertengespräch mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther
Expertengespräch mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther
ROSI MITTERMAIER-NEUREUTHER

Persönliches

  • geboren am 5. August 1950 in Reit im Winkl
  • 1980 Hochzeit mit Christian Neureuther
  • zwei Kinder: Ameli (*1981) und Felix (*1984)

Sportliche Erfolge

  • 9x Weltcup-Siegerin
  • Olympische Winterspiele in Innsbruck 1976: 2x Gold, 1x Silber
  • 3x Weltmeisterin
  • 1x Silbermedaille
  • Weltcup-Gesamtsiegerin 1976

Gernot Paesold: Mensch, das war heute ein toller gemeinsamer Ski-Tag im Zillertal, oder? Und ganz ehrlich: Ich bin schwer beeindruckt von eurer Kondition …

Rosi Mittermaier: Das ist natürlich für uns ein Glücksfall, dass wir so sportlich leben. Wir sind als Kinder schon immer gerne Ski gefahren und dann natürlich auch zu den Rennen und internationalen Wettkämpfen gekommen. Da wird man einfach ein Bewegungsmensch. Aus diesem Grund sind wir jetzt auch noch draußen, im Winter wie im Sommer und natürlich am liebsten in den Bergen.

Christian Neureuther: Unsere Eltern haben uns das auch vorgelebt. Die waren bergsüchtig. Mein Vater war Bergwacht-Arzt, Rosis Vater Skilehrer. So ein Leben wird dann auch ein Teil von dir selbst. So war es für uns immer ein inneres Bedürfnis, andere Menschen zur Bewegung und in die Berge zu bringen.

Gernot: Das Skifahren ist da natürlich euer Steckenpferd. In welchem Alter sollte man eigentlich anfangen damit?

Rosi: Es ist toll, wenn du schon bei einem kleinen Kind siehst, wie viel Spaß es auf der Piste hat. Schon die Kleinsten fangen da an zu strahlen. Aber es geht natürlich auch später. Ich hatte mal im Skikurs einen Kapitän zur See, 70 Jahre alt, der war immer auf dem Meer und ist deshalb vorher nie zum Skisport gekommen. Der hatte vielleicht einen Spaß! Im Schnee zu sein, das ist ein Ur-Gefühl. Und das ist zusammen mit der Familie am stärksten.

Gernot: Ich habe von Untersuchungen gehört, die aussagen, Sport in freier Natur habe messbaren Einfluss auf unser Gehirn. Hält Skifahren also unseren Kopf fit?

Christian: Wir betreiben gerade eine Studie mit der Uni Regensburg, da geht es um Nordic Walking und Demenz. Eine Professorin hat uns klar gesagt: Ob wir dement werden oder nicht, hängt zum größten Teil von ausreichender Bewegung und den gewonnenen Eindrücken ab. Eine andere Studie zeigt, dass der kognitive Bereich des Gehirns im Fitnessstudio lange nicht so angeregt wird, wie es draußen geschieht. Unser Gehirn ist genauso wichtig wie der Körper. Und es muss genauso trainiert und bewegt werden wie unsere Muskeln.

Gernot: Körper und Geist hängen also zusammen?

Christian: Ja. Und wenn beides mitspielt – Körper und Geist –, können wir viel länger aktiv teilnehmen am Leben. Wir haben Spaß, sind energiegeladen – und transportieren diese Lebensfreude nach außen.

Rosi: So können auch ältere Menschen ein Vorbild sein. Du siehst, wie aktiv sie noch sind, und sagst: Mensch, die sind aber gut drauf, wie toll!

Christian: Meine Großmutter zum Beispiel war so ein Mensch. Als Kind hat sie mir vorgelesen, ist mit mir immer in den Wald spazieren gegangen. Sie war aktiv und neugierig. Wahrscheinlich hab ich in der Rosi so jemanden gesucht, den ich an meiner Seite haben wollte wie meine Großmutter …

Rosi: (Lacht.) Das ist wirklich ein großes Kompliment, ehrlich! Das war schon eine einmalige Frau. Sie hat nie aufgehört, Erfahrungen zu sammeln, nie aufgehört zu leben. Das wünsche ich mir auch für mich.

Christian: So ist es doch auch bei dir, Rosi. Gerade beim Skifahren. In kaum einer anderen Sportart wird man so viele Erlebnisse zwischen den Generationen finden, so viele Abenteuer. Wir haben das Glück, dass wir in einer Zeit leben, in der wir locker bis 85 noch topfit sein können. Rosis Vater zum Beispiel, der ist für unsere Kinder ein echtes Vorbild. Der ist mit ihnen noch Ski gefahren, als er 79 Jahre alt war.

Rosi: Ja, und mit seinen Enkeln ist er in die Hütte gegangen, und dann haben sie da Kakao getrunken. Diese Einkehrschwünge vergessen wir nie!

Gernot: Das heißt, ihr würdet eigentlich allen Großeltern raten, mit den Enkeln auf die Skipiste zu gehen?

Rosi: Klar, auf jeden Fall – es gibt kaum ein Sporterlebnis, das so zusammenschweißt. Und nach dem Skitag gehen alle noch zusammen essen, das ist doch wunderbar.

Gernot: Christian, aber was ist, wenn man in den Jahren ein bisschen eingerostet ist? Wenn man nicht mehr ganz up to date ist, was Technik und Material betrifft?

Christian: Da kann ich nur sagen: Niemand sollte Angst haben, wieder in eine Skischule zu gehen. Auch dann nicht, wenn man schon etwas älter ist. Mit der richtigen Anleitung kommt man schnell wieder rein. Die Entwicklung innovativer Carver-Ski und perfekt präparierte Pisten tun ein Übriges.

Gernot: Also ist die Skischule nicht nur für Kids wichtig, sondern auch für Großeltern?

Christian: Absolut. Ich brauche einem älteren Menschen zwar keine neue Technik mehr beizubringen. Aber ich muss ihn seinen Möglichkeiten entsprechend coachen – und zwar so, dass er ohne Angst und sicher durch den Skitag kommt. Das ist eine große Aufgabe für Skischulen: Es geht um Betreuung, Unterhaltung und spielerisches Lernen. Der Spaßfaktor spielt eine viel größere Rolle als der rein didaktische, den wir früher hatten.

Gernot: Die Beratung zur Ausrüstung spielt dabei sicher auch eine Rolle, oder?

Rosi: Es ist das Gesamtpaket, das zählt. Das Gefühl, da ist ein absoluter Profi, der mich gut berät. Nur dann fühle ich mich sicher und gut aufgehoben, nur dann habe ich keine Angst, wenn ich mich auf die Bretter stelle.

Gernot: Und dann kann ich die Natur der Berge richtig genießen …

Christian: Ja, genau. Genuss funktioniert nur ohne Angst. Und wenn man die nicht hat, sind die Berge das Schönste, was es gibt. Die Sonne, die klare Luft, das unfassbare Panorama. Das ist 100-prozentige Energie. Man braucht ja wirklich nur raufzufahren. Dann setzt du dich ein bisschen hin, gehst ein paar Meter, bist alleine, kommst zum Nachdenken.

Rosi: Man schaut von oben runter und denkt: Wie klein bin ich doch im Vergleich zu dieser Pracht! Das macht bescheiden. Ich glaube, dass Leute, die sich gern in der Natur aufhalten, extrem geerdet sind. Und zufriedener als manch andere.

Gernot: Das hört man ja immer wieder, dass die Leute sagen, sie hätten sich im Winterurlaub wirklich erholt …

Christian: Ein kleiner Skitag reicht da schon. Du bist anschließend vollgepumpt mit unvergesslichen Eindrücken. So kommst du total zufrieden zurück, weil du das Gefühl hast, etwas für dich geleistet zu haben.

Rosi: Man ist glücklich und dankbar – und das ist ein unheimlich gutes Gefühl. Genau um dieses Gefühl geht es. Na ja, und irgendwann aus den Skischuhen rauszukommen, das ist auch ein schönes Gefühl. (Lacht.)

Gernot: Die Natur, die Pisten, top ausgebildete Skilehrer – all das führt dazu, dass jede neue Generation auf den Skiern steht …

Christian: Ja, richtig. Als Skifahrer müssen wir schauen, dass immer mehr Menschen die Faszination des schönsten Spielzeugs der Welt erleben: Schnee, der vom Himmel fällt. Und ganz wichtig: Der Skisport muss bezahlbar bleiben. Wenn die Schere so auseinandergeht, dass sich das nur noch Wohlhabende erlauben können, dann halte ich das für eine gefährliche Entwicklung.

Gernot: Das ist sicher richtig. Zusätzlich ist die lange Freude am Skifahren aber sicher auch eine Frage der Fitness…

Christian: Stimmt. Deswegen sind wir auch seit 15 Jahren als AOK-Botschafter aktiv. Wir veranstalten Bewegungsparcours mit der AOK Krankenkasse, haben uns umfassend mit dem Thema Gesundheit und Bewegung beschäftigt. Sich zu bewegen ist elementar, auch im Zuge der Vorbeugung. Regelmäßig laufen. Oder Treppen steigen. Schon die kleinen Häppchen bringen etwas. Grundsätzlich hat eine Ausdauerbewegung einen riesigen Gesundheitseffekt. Dazu noch die richtige Ernährung – dann ist schon viel erreicht.

Expertengespräch mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther
Expertengespräch mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther
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